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Maritimer Adventskalender 2021

Alle Beiträge vom Maritimen Adventskalender 2021

Hier finden Sie alle Beiträge vom Maritimen Adventskalender 2021:

Danke, dass Sie einen Maritimen Adventskalender erworben haben!

Cover des Maritimen Adventskalender 2021

Liebe Kalenderkäuferin, lieber Kalenderkäufer,

wir freuen uns sehr, dass Sie den Maritimen Adventskalender 2021 erworben haben. Sie leisten hiermit einen wertvollen Beitrag zur Finanzierung unserer Arbeit.

Bedanken möchten wir uns aber auch recht herzlich bei unseren Sponsoren – sie sind es, die durch Sach- oder Geldspenden den Maritimen Adventskalender erst möglich machen! Die Hauptpreise, eine Kreuzfahrt und eine Flusskreuzfahrt, stammen in diesem Jahr von Hapag-Llyod Cruises und A-Rosa!

In den nächsten Tagen möchten wir Ihnen unsere Arbeit näherbringen. Aber auch über den sprichtwörtlichen Tellerrand hinaus gucken. Wir haben ein paar interessante Beiträge für Sie zusammengestellt. Es lohnt sich also jeden Tag einmal auf www.maritimer-adventskalender.de vorbeizuschauen.

Zum Nikolaus haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt, lassen Sie sich überraschen! Es gibt etwas auf die Ohren, so viel sei schon einmal verraten.

Viel Erfolg bei der Verlosung wünschen Ihnen

Ihre Herausgeber vom Maritimen Adventskalender 2021
Seemannsheim Hamburg • Duckdalben international seamen's club • Seemannsheim in Altona • Seemannsmission Brunsbüttel

P.S.: Da uns einige Fragen häufiger erreichen, haben wir sie zusammen mit ihren Antworten hier zusammengestellt: FAQ

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Durch Zufall auf die Seemannsmission gestoßen – eine Bundesfreiwilligendienstleistende berichtet

Greta Horstmann

Von Greta Horstmann

Nach meinem Abitur wollte ich eigentlich einen Freiwilligendienst in Afrika absolvieren, der aber aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Also habe ich mich innerhalb Deutschlands nach Freiwilligendiensten umgeschaut und bin sogar eher zufällig auf die Seemannsmission gestoßen. Nachdem ich mich über die Einsatzstelle erstmals informiert hatte, war mich klar, dass dies die perfekte Alternative zu meinem Auslandsdienst in Afrika werden könnte, denn ich wollte mich eben sozial engagieren, dabei meine Englischkenntnisse verbessern und neue Kulturen kennenlernen und mich selbst auch weiterentwickeln. Und all das habe ich auch in der Seemannsmission Brunsbüttel erleben dürfen.

Mein Freiwilligendienst war natürlich von der Corona-Zeit geprägt und so war zum Beispiel fast die gesamte Zeit der Clubbetrieb eingestellt. Das heißt aber nicht, dass es nicht viel zu tun gab. Die Arbeit hat sich eben verändert und so vergrößerten wir den Shop um viele Produkte und entwarfen Kataloge mit all den Dingen, die wir in dem Shop verkauften. Anstatt dass die Seeleute nun in den Club kamen und sich dort Kleinigkeiten kauften, weil sie durch Corona nicht mehr von Bord gehen durften, brachten wir die Kataloge an Bord und die Seeleute konnten nun Bestellungen aufgeben, die wir direkt zum Schiff lieferten. Der Service wurde auch gerne genutzt und so gab es in dem einen Jahr einige Bestellungen, die einem einiges an Arbeit abforderten, wie 70 Kisten Wasser an Bord liefern, mehrere hundert Tafeln Schokolade, tütenweise Chips und andere Süßigkeiten zu besorgen, ganz zu schweigen von Sonderbestellungen wie einer Waschmaschine, Sportgeräten oder asiatische Nudelspezialitäten. Aber genau solche Aufgaben machen die Arbeit in der Seemannsmission so aufregend und abwechslungsreich. Man weiß nie, was einen den Tag erwartet und von solchen erst kompliziert wirkenden Aufgaben, lernt man eine Menge und wächst daran.

Und auch wenn durch den fehlenden Clubbetrieb der tiefere Kontakt mit Seeleuten etwas schwieriger war, hat man dennoch unfassbar interessante und nette Menschen aus aller Welt getroffen. Gerade durch die Übernachtungsgäste hatte man die Möglichkeit sich mit den Seeleuten auszutauschen und von ihren Erfahrungen und von ihrem Leben in der Heimat zu hören. Ich habe viele nette und herzliche Menschen kennengelernt, auch wenn man sich vielleicht nur kurz kennengelernt hat und möglicherweisen nie mehr wiedersehen wird. Mir ist aber aufgefallen, wie unfassbar offen und herzlich Seeleute sind. Auch wenn man sich nicht lange kennt, fühlt man sich willkommen und geschätzt und so oft erfährt man eine große Dankbarkeit von den Seeleuten für seine getane Arbeit.

Die Arbeit in der Seemannsmission ist einfach so vielfältig und abwechslungsreich, dass man sie nicht wirklich in einem kurzen Text vollständig umfassen kann. Ich habe in dem Jahr auf jeden Fall eine Menge gelernt. Ich bin lockerer und sicherer im Englisch sprechen geworden, ich bin definitiv offener und flexibler geworden und habe gemerkt, dass man eigentlich alles schaffen und managen kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Und schließlich ist auch noch zu sagen, dass ich so viel neues Wissen zu anderen Kulturen, aber auch über die internationale Seefahrt dazugewonnen habe. Die Seemannsmission ist ein, wie ich finde noch viel zu unbekannter Verein, der aber eine so wichtige Arbeit für die Seeleute und damit den Welthandel leistet. Daher bin ich sehr froh, ein Teil davon zu gewesen zu sein und einen eigenen Beitrag dazu leisten konnte. Zudem hat mich das Jahr auch enorm beruflich weitergebracht, denn durch den Freiwilligendienst habe ich mein Interesse an der Schifffahrt entdeckt und werde nach dem Jahr nun eine Ausbildung als Schifffahrtskauffrau beginnen.

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„1 ball 4 all“: 700 Basketbälle umrunden die Welt auf den Wasserwegen

1 Ball 4 all

Von Silvie Boyd

Den Ball ins Rollen brachte die Crew der Maersk Estelle, die im Januar dieses Jahres im Hafen von Le Havre lag. Wie so viele Seeleute haben sie ein Verbot von Landgang wegen Corona, benötigten allerdings einen Basketball, um wenigstens sonntags an Bord zu relaxen, wie sie sagten. Wir brachten also den ersten Basketball an Bord. Eine Spende, die Freude war immens!
Dominoeffekt... und seit Juli sind in der Hälfte unserer Stationen von Amsterdam bis Wilhelmshaven (inklusive 5 europäischer Häfen) Kolleg*innen sowie Freiwillige dabei, die 700 weißen DSM-Basketbälle mit unseren blauen Logos an Seeleute (geschätzte Nutzenmenge: ca. 10 pro Ball also 7000 spielende Seefahrer) zu übergeben, die regelmäßig spielen. Dabei ist die Freude über dieses runde Ding mindestens genauso groß wie bei anderen über einen Fuß-Ball...

Sie spielen Basketball an Bord, dafür braucht man in der Regel nicht so viel Platz wie beim Fußball und u.a. auf den Philippinen ist es Nationalsport, aber auch ukrainische, russische und sri lankische Seeleute spielen gern mal. Wozu das gut ist? Für den Teamgeist, die mentale und physische Gesundheit. Die Fitness und Freude der Crew bedeutet zugleich bessere Sicherheit an Bord und wer will das nicht?

Stolz werden uns beispielsweise auf den Containerschiffen Ever Lasting oder der Guyaquil Express die Basketball Courts gezeigt. In der aktuellen Situation können wir den Seeleuten leider keine Turniere oder Spiele auf all unseren Clubgeländen ermöglichen wie vor Corona. Auch wenn die Hafenauthoritäten Landgang erlauben, so kann dieser Landgang immer noch an den Corona-Maßnahmen der eigenen Reederei, des Kapitäns oder auch des Agenten scheitern und dieses sogar, wenn die Seeleute vollständig geimpft und impfeffektiv sind. Wenige dürfen die Clubs besuchen oder einfach mal draußen joggen gehen... Sie fühlen sich wie in einem Gefängnis.

Wenn also der Berg nicht zum Propheten... dann kommt die Seemannsmission eben mit vielen Dingen, die fehlen an Bord z.B. mit einem mobilen Laden mit Produkten aus der Heimat, WLAN-Router, kulinarische Delikatessen, einem Missionshund und/oder einem neuen Basketball manchmal auch mit Ballpumpe.

„Das ist super, dass wir jetzt einen neuen Ball haben, denn nach dem Auslaufen wollten wir ein League Spiel organisieren.“ Ein anderer Kommentar: „Mam, unser indischer Master hat früher in der NBA gespielt.“ Na, ob man dem Glauben schenken darf? Es ist jedenfalls schön, die lächelnden Gesichter zu sehen und die Freude, die die Aussicht auf ein Spiel bedeutet.

Für die Übergangs-Corona-Zeit ist es sicherlich ein passendes Projekt, bis alle Seeleute geimpft sind. Natürlich ist es viel gesünder für diese, wenn sie endlich wieder an Land gehen dürfen und das so schnell wie möglich, denn bei aller Wichtigkeit der physischen Unversehrtheit sollte man doch nicht den mentalen Impact auf die Schiffssicherheit unterschätzen.

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TV-Moderator und Sänger Yared Dibaba auf Hafentour

Yared Dibaba

Von Hergen Riedel

Der NDR machte 2021 mit dem Moderator, Sänger und Schauspieler sowie Mitarbeitenden der Seemannsmission eine Tour durch den Hafen – unter strenger Befolgung der Corona-Regeln versteht sich.

„Land in Sicht“ ist der Titel der aktuellen CD von „Yared Dibaba und die Schlickrutscher“. Doch vor kurzem hieß es für den Fernseh-Mann: „Hafen und Seeleute in Sicht, aus aller Herren Länder." Yared weiß, worum es geht: Er floh als Kind aus Äthiopien - nach Ganderkesee / Falkenburg im Oldenburger Land. Dort besuchte er die Schule, lernte Plattdeutsch, machte Abitur in Delmenhorst. Dann eine Ausbildung zum Kaufmann bei einem Bremer Kaffee-Röster. Doch das war noch nicht die Krönung. Denn es ging weiter auf die Schauspielschule und später zum Studium der Musik nach Hamburg. Hier merkt er fix, was für ihn das Beste am Norden ist: Musik, TV, Schauspiel wie im Ohnsorg-Theater. Hier trifft er (auch) Heidi Kabel. Und bald hat der Norden bei ihm beste Karten. Die CD klingt so. Da geht es um „Tüdelband“ (in Erinnerung an Heidi Kabel), St. Pauli, um Kaffee (autobiografisch) oder um Heimat.

Dabei hat Yared selbst nicht nur eine Heimat - weder im Beruf noch im Herzen. Er ist norddeutsch: „Ich liebe Friesennerz“. Und er ist in mehreren Kulturen zuhause. Daher setze „ich mich für Vielfalt ein“. “Der Mangel an Respekt führt zu vielen Übeln“. Und viel Respekt gebühre, so Yared, den Seeleuten. Sie sind es, die das Tor zur Welt öffnen. Ohne sie würde es klemmen. „Für Seeleute muss Hamburg als Tor zur Welt viel tun.“ Yared: „Egal ob auf Kreuzfahrt oder im Alltag. Vielen ist nicht klar, was Seeleute für uns tun und wie sie sich fühlen“. Im Sound der Schlickrutscher schlittern jedenfalls „Shanties is im neuen Style“ daher. Zwei Titel der CD hören sich an, als kämen sie live aus dem Club: Eines heißt „Heimat“. Das andere hat viel mit Seeleuten und ihrem Wunsch nach vielen Monaten Fahrt zu tun. Das Lied heißt: „Ik wüll nu no Huus“. Fast wie gemacht für die Corona-Zeit.

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Folge #12 aus Brittas Hafen Podcast: Eine Last, die nicht jeder tragen kann

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Sören Wichmann erzählt von seiner täglichen Arbeit im Seemannsclub Duckdalben. Unter den Corona Bedingungen ist diese Arbeit besonders schwer. Insbesondere hat sich sowohl der Bordbesuch, als auch der Besuch bei erkrankten oder Seeleuten, die mit erkrankten Seeleuten in Kontakt gekommen sind, verändert. Woher seine Kraft und seine Motivation stammt und was es mit "Fair übers Meer" auf sich hat, erfahren Sie in diesem Interview.

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Audiotour: Die Brunsbütteler Schleuse

Zum Nikolaus haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht. Unternehmen Sie eine Audiotour über die Brunsbütteler Schleuse. Mit Knut Magnussen (Schleusenführer), Leon Meier (Seemannsdiakon und Stationsleiter der Seemannsmission Brunsbüttel) und Ulli Harraß (Interviewer). Dabei erfahren Sie unter anderem, welche Bedeutung die Schleuse hat, warum sie nicht wie früher frei zugänglich ist und welchen negativen Einfluss Corona auf die Seeleute hat.

Zur Audiotour (31 Minuten 48 Sekunden) »
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Shanty „Wellerman“: Ein altes Seemannslied geht in der Corona-Pandemie viral

Während in Deutschland Ende Dezember 2020 Lockdown-Langeweile herrschte, stellte der Schotte Nathan Evans, damals Postbote, seine Version des Seemannsliedes „Soon May the Wellerman Come“ oder kurz „Wellerman“ auf der Social-Media-Plattform TikTok ein. Er ahnte dabei sicherlich nicht, wie sehr er den Nerv der Community treffen würde. Innerhalb einer Woche erreichte sein Video acht Millionen Aufrufe. Die Originalversion des Songs hat ihren Ursprung übrigens im Walfang Neuseelands. Laut Wikipedia verkauften die Gebrüder Weller in ihrer Walfangstation Otakou ab 1833 in der Nähe des heutigen Dunedin auf der Südinsel Neuseelands Proviant an Walfänger, ihre Angestellten wurden dabei als „Wellermen“ bezeichnet.

Weil sich viele Musiker während der Pandemie nicht mehr persönlich treffen konnten, etablierte TikTok eine Funktion, die es den Benutzern erlaubt, zu einem bereits vorhandenen Beitrag in einem geteilten Bilschirm parallel eigene Aufnahmen hinzuzufügen. Eine Möglichkeit, von der viele Nutzer immer mehr Gebrauch machten und die den Hype um den „Wellerman“-Song sicherlich beflügelte. Neben Evans profitierte zudem die Band The Longest Johns, die das Lied bereits zwei Jahre zuvor ins Internet gebracht hatte.

Inzwischen gibt es unzählige Version des „Wellerman“ mit Originaltext, aber auch Veralberungen. Zur Unterhaltung finden Sie hier eine Auswahl:

Die Deutsche Marine mit ihrer Version vom „Wellerman“ v.s. die Version der U.S. Navy




Mit Augenzwinkern: „Bald ist der Lockdown rum“ und „Jetzt ist der Lockdown rum“




„Wellerman“ im Treppenhaus



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Der vergessene Tunnel

Gleise enden scheinbar im Nichts

Fernbahnhof Hamburg-Altona: Gleise enden scheinbar im Nichts

Ein Mensch geht mit 2€ in einen Tunnel rein
und kommt mit 2€ wieder raus. Was fehlt?

Der Witz!

Im Falle des Schellfischtunnels im Hamburger Stadtteil Altona fehlt seit 19 Jahren nicht nur der Witz, sondern auch der Mensch. Trotz einiger Ideen zur Wiederbelebung ist dieser Tunnel seit 19 Jahren nicht mehr von der Allgemeinheit betretbar, von Sonderführungen einmal abgesehen. Dabei liegt das eine Tunnelende sogar an einem belebten Ort, dem Bahnhof Hamburg-Altona. Genau genommen am östlichen Ende des Fernbahnhofs unter dem Intercity-Hotel. Einen Hinweis auf den Schacht geben allerdings nur Gleise, die scheinbar im Nichts enden.

Würde ein Tor mit Gitterstäben den Eingang nicht versperren, so ließen sich 961m zu Fuß abschreiten. Der Weg folgt dabei der Max-Brauer-Allee südwärts zum Neuen Altonaer Rathaus und schwenkt an dessen Südflügel nach Südwesten. Nach weiteren Metern unter dem Altonaer Balkon, einer Grünanlage, entlang endet der Tunnel seitlich zum steilen Geesthang. Von dort aus schloss dieser ursprünglich die Gleisanlagen im Hafen an.

Südportal: Die Natur erobert sich den Raum zurück

Der Tunnel, der seinen Namen dem via Güterbahn transportierten Hauptprodukt, dem Schellfisch, verdankt, war bei seiner Eröffnung 1876 übrigens nur 395m lang. Das Neue Altonaer Rathaus war vor seinem Umbau nämlich das Bahnhofsgebäude des ersten Altonaer Bahnhofs. Erst seit 1895 befindet sich der Bahnhof an seinem heutigen Standort, weshalb der Tunnel entsprechend verlängert wurde. Bemerkenswerterweise steht inzwischen die dritte Verlegung des Bahnhofs Altona an: Die Deutsche Bahn hat nämlich 2014 entschieden hat, ihren Fernbahnhof nach Diebsteich, bisher nur ein S-Bahn-Durchgangsbahnhof, zu verlegen.

Dass der Tunnel als Teil der Hamburger Verkehrsinfrastruktur wiederbelebt wird, gilt aktuell als unwahrscheinlich. Überlegungen, den Tunnel für den Personennahverkehr nutzbar zu machen, gab es allerdings durchaus. So ist auch der nie benutzte Bahnsteig des Bürogebäudes am Südende des Tunnels zu erklären. Wenn auch kein Personennahverkehr ermöglicht wird, wäre wenigstens die Nutzung des Tunnels als erlebbares Denkmal vorstellbar. Dies wünscht sich jedenfalls die CDU-Fraktion und hat einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht.

NDR.de „Schellfischtunnel Altona: Kein Zug wird kommen» “
Antrag „Den Schellfischtunnel als technisches Kulturdenkmal erlebbar machen“ (PDF) “
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die nordstory: Mit der Wasserschutzpolizei auf Streife

Wenn sich das Küstenboot "Sylt" der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein auf der Nordsee einem Krabbenkutter oder einem Frachtschiff nähert, kommt so mancher Kapitän ins Schwitzen. Denn er weiß, gleich werden die Beamten der Wasserschutzpolizei an Bord sein und alles genau unter die Lupe nehmen. Liegen die Gesundheitszeugnisse für die Besatzung vor, ist der Fischereischein verlängert, sind die Maschen der Netze nicht zu klein? Zwei bis fünf Stunden kontrollieren die Beamten der "Sylt" alles ganz genau.

180 speziell ausgebildete Polizeibeamte sind auf Nord- und Ostsee sowie im Nord-Ostsee-Kanal im Einsatz. Die schleswig-holsteinischen Beamten kontrollieren den Schiffsverkehr, sollen für die Sicherheit in den 107 Häfen sorgen. Ihr Aufgabengebiet wird immer umfangreicher: Fischereiaufsicht, Gefahrenabwehr auf See sind dazu gekommen. Doch schon jetzt fehlen 50 Wasserschutzpolizisten, Tendenz steigend.

Die Nordstory ist mit der Wasserschutzpolizei auf Streife: in Lübeck-Travemünde mit der Spezialeinheit Hafensicherheit, in Kiel zwischen den Seglern und Kreuzfahrern auf der Förde, zwischen Husum und Brunsbüttel bei den Schiffskontrollen auf der Nordsee.

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Blumenwünsche und Heiratsanträge

Gleise enden scheinbar im Nichts

Lina Tramm (links) und Marie Kuhn leisten ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Seemannsmission Brunsbüttel ab

Von Svenja Engel

Seit vielen Jahren unterstützen junge Menschen die Arbeit der Seemannsmission in der Schleusenstadt. Sie leisten dort das Freiwillige Soziale Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst ab. Vor wenigen Wochen traten zwei junge Frauen den begehrten Dienst im Seemannsheim auf der Südseite an.

„Ich wollte gern etwas Interkulturelles machen“, sagt Marie Kuhn (21), „und genau das kann ich bei der Seemannsmission tun.“ Seit Anfang August kümmert sich die Abiturientin aus Delmenhorst bei der Seemannsmission Brunsbüttel um die Belange der Seeleute. Und sie ist damit nicht allein, denn auch Lina Tramm begann dort vor kurzem ihren Bundesfreiwilligendienst. Dabei hatte die 18-Jährige aus Kappeln nach ihrem Abi ganz andere Pläne. „Eigentlich wollte ich für ein Jahr nach Afrika gehen, aber wegen Corona fiel das aus“, erklärt die junge Frau. „Auf der Suche nach einer Alternative bin ich dann bei der Seemannsmission gelandet.“

Und das hat Lina Tramm noch keine Minute ihres Dienstes leidgetan. „Es ist einfach großartig, an Bord so großer Schiffe gehen zu dürfen“, sagt die Abiturientin. Augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Und die Freude der Seeleute entlohnt für so manch steile Gangway.“ Zu den Aufgaben von Marie Kuhn und Lina Tramm gehört in erster Linie der Besuch der in den fünf Häfen Brunsbüttels liegenden Schiffe. Neben einem Willkommensgeschenk bestehend aus Süßigkeiten, Schutzmasken und einer Tageszeitung in der jeweiligen Landessprache bringen die Frauen den Seeleuten auch vorab bestellte Waren.

Da es den meisten Besatzungsmitgliedern wegen der Corona-Pandemie verboten ist, das Schiff zu verlassen, hat Seemannsdiakon und Stationsleiter Leon Meier (51) einen Lieferservice direkt an Bord eingerichtet. Neben Hygieneartikel, Medikamente und Telefonkarten gab es aber auch schon mal einen ganz besonderen Wunsch, wie Marie Kuhn lachend berichtet. „Philippinische Seeleute wollten ihre Messe ein bisschen aufhübschen und baten uns, ihnen dafür Blumen mitzubringen.“ Diesen Wunsch erfüllten die jungen Frauen natürlich gern.

Während es im Clubheim coronabedingt eher ruhig geworden ist, hat der Fahrservice seit Mitte Juli deutlich zugenommen. „Wir fahren täglich bis zu 22 Seeleute zum Impfzentrum“, erklärt Marie Kuhn. „Da sind schnell mal sechs Stunden weg.“ Dennoch genießt die 21-Jährige die Fahrten im Kleinbus der Seemannsmission. „Während der Fahrt kommt man immer gut mit den Seeleuten ins Gespräch.“ Die Seeleute scheinen den Service der Bufdis ganz offensichtlich sehr zu genießen, wie Marie Kuhn schmunzelnd berichtet: „Wir beide haben tatsächlich schon mehrere Heiratsanträge bekommen.“

Ans Heiraten denken beide noch nicht, aber Lina Tramm hat durch die Seemannsmission eine ganz neue Leidenschaft für sich entdeckt: „Zuhause habe ich mich fürs Kochen nicht interessiert, aber hier müssen wir unsere Übernachtungsgäste mit Essen versorgen und jetzt habe ich riesigen Spaß am Kochen.“ Beim Essen können die Bufdis allerdings nur zusehen. „Wir sind beide Vegetarier“, sagt Lina Tramm. „Aber den Seeleuten schmeckt es und das ist für uns die Hauptsache.“

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Zahlen, Daten, Fakten zur Containerschifffahrt

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Container in einem Hafen (© eyetronic / Fotolia)

Containertransportvolumen auf den Weltmeeren in Millionen TEU

2010: 110
2022: 161

„TEU“ und „FEU“ sind die global gültigen Standardeinheiten eines Seefrachtcontainers. „TEU“ steht für „Twenty-foot Equivalent Unit“ und „FEU“ für „Forty-foot Equivalent Unit. Die Maße in Metern sind: 6,058 m lang, 2,438 breit und 2,591m hoch (TEU) bzw. 12,192m lang, 2,438m breit und 2,591m hoch (FEU). Anders ausgedrückt: Ein 20-Fuß-Container kann 3500 Schuhkartons fassen, ein 40-Fuß-Container sogar knapp 8000 Kartons.

Top-5-Häfen nach Containerumschlag 2020 in Millionen TEU

Weltweit

1. Shanghai, 43,5
2. Singapur, 36,8
3. Ningbo-Zhoushan, 28,7
4. Shenzen, 26,5
5. Guangzhou, 23,2

Europa

1. Rotterdam, 14,4
2. Antwerpen, 12,0
3. Hamburg, 8,5
4. Piräus, 5,4
5. Valencia, 5,4

Top-5-Reedereien der Welt in Millionen TEU

1. Maersk, 4,1
2. Mediterranean, 4,0
3. CMA CGM, 3,0
4. Cosco, 3,0
5. Hapag-Lloyd, 1,8

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Seeleute sind Teil der globalen Lieferketten

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Container

Von Hergen H. Riedel

Ende Juli 2021 wurde das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten, kurz Lieferkettengesetz (LkSG), vom Bundestag und vom Bundesrat verabschiedet und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Das Ziel: Deutsche Unternehmen sollen globale Verantwortung übernehmen. Sie tragen eine Reihe von Sorgfaltspflichten, damit innerhalb der weltweiten Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards befolgt werden. Das deutsche Gesetz blickt damit über die Kaimauern hinweg – auch weil 90 Prozent der Produkte in Deutschland über den Seehandel gehen. Sichtbar wird diese zunehmende Globalisierung und Internationalisierung in den Häfen: Die humanen Glieder dieser Lieferketten sind (auch) die Seeleute.

Die Große Koalition hatte sich zwar im Vorfeld der Verabschiedung auf Änderungen am Lieferkettengesetz verständigt. Doch die grundsätzlich positive Richtung dieser Gesetzgebung wird auch kritisch begleitet. Es gibt Lücken im Lieferkettengesetz, denn globalen Lieferketten sind ohne Seeleute nicht denkbar. Es ist gut, wenn durch das Gesetzt Kinderarbeit, Ausbeutung und Naturzerstörung bei der globalen Produktion von Waren zurückgedrängt werden können. Doch die Politik muss ökologisch und sozial nachhaltig denken. Sie muss auch darauf abzielen, dass es in der gesamten Lieferkette, auch international, nicht zu Verletzungen von Arbeitsrechten kommt.

Das Gesetz will zwar die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten stärker in die Pflicht nehmen. Dabei sind Seeleute zentrale Glieder in der Kette, da sie die personelle Schnittstelle zwischen Produktion, Weiterverarbeitung und Konsum sind.

Arbeitsminister Hubertus Heil twitterte nach der Verabschiedung: „Mit dem Lieferkettengesetz müssen deutsche Unternehmen entlang ihrer Lieferkette Menschenrechte einhalten. So stellen wir sicher, dass Produkte ohne Kinderarbeit, Ausbeutung oder Umweltzerstörung hergestellt werden. Damit endet die Verantwortung der Unternehmen nicht mehr am Werkstor, sondern gilt nun entlang der ganzen Lieferkette“. Der Wirkbereich des Gesetzes ist zu erweitern: Die Verantwortung endet nicht am Werkstor und auch nicht an der Kaikante. Sie beginnt auch hier und führt hinaus auf See.

Daher sollte das Gesetz entlang der gesamten Lieferkette gelten und der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht nachkommen, zu Lande und zu Wasser. Es müsse dabei auch internationale Arbeits- und Sozialstandards und insbesondere die Kernarbeitsnormen der Internatio-nalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie das ILO-Abkommen berücksichtigen.

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Erfahrungen aus einem 6-wöchigen Praktikum bei der Seemannsmission Brunsbüttel

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Vanessa Beck im Elbehafen mit einer Lieferung für die Seefahrer

Von Vanessa Beck

Ich habe so einige erste Sätze und Zeilen für diesen Erfahrungsbericht über meine Zeit hier in der Seemannsmission geschrieben und mit keinem war ich zufrieden. Manche unterschieden sich lediglich in ein oder zwei Worten, aber es fühlte sich nie zu 100% richtig an und nun bin ich fertig mit meinem Praktikum, sitze in meinem Zimmer und versuche die ganzen Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in Worte zu fassen. Was beschäftigt Dich, die*der du gerade diese Zeilen liest, was hat dich hierhergeführt und wie kann dir mein Erfahrungsbericht weiterhelfen? Diese Fragen schwirrten immer wieder in meinem Kopf herum und ich hoffe, dass dir meine Erfahrungen, in welcher Lage du dich gerade auch befindest, weiterhelfen.

Sechs Wochen habe ich, Vanessa Beck, hier in der Deutschen Seemannsmission Westküste in Brunsbüttel verbracht und auf die Frage wie ich hier gelandet bin, war und ist meine Antwort immer noch „Verzweiflung“. Die Corona-Pandemie hat so ziemlich alles beeinflusst und durcheinander gebracht, auch die Suche nach einer Praktikumsstelle für mein sozial-diakonisches Praktikum, welches ich in im Rahmen meines Religionspädagogik- und Gemeindediakoniestudiums absolvieren musste. Und so landete ich nach vielen Internetrecherchen auf der Seite der Deutschen Seemannsmission. Zuerst dachte ich, dass ich nach Hamburg oder auch Bremerhaven gehen könnte, das sind große Städte, da erlebt man sicherlich viel, aber ehrlich gesagt fühlte ich mich, wo ich doch aus dem Schwarzwald, oder wie Leon (Diakon) gern sagte, aus Bayern komme, nicht bereit dazu. Und so stoße ich dann auf die Internetseite der Deutschen Seemannsmission Westküste und unterschrieb nach lediglich einem Telefonat mit Anja (Diakonin) meinen Vertrag für ein 6-wöchiges Praktikum. Am 31.08.2020 saß ich somit voller Vorfreude, aber auch einer großen Portion Angst in der Bufdi-WG-Wohnung, welche für die kommenden Wochen mein Zuhause sein sollte. Ich stellte mir an diesem Abend sehr oft die Frage, wie um Himmels Willen ich darauf kam, dass es eine gute Idee ist, hunderte Kilometer von meiner Familie entfernt bei Leuten unterzukommen, die ich nicht ein einziges Mal persönlich gesehen hatte. Nach dem ersten Arbeitstag waren diese Gedanken allerdings wie weggeblasen, denn ich habe mich noch nie so schnell und so offenherzig aufgenommen und wertgeschätzt gefühlt.

Was aber macht man an so einem normalen Arbeitstag in der Seemannsmission?

Kaffee trinken ist wohl die Antwort, welche mir als erstes einfällt, denn meist war es die erste Handlung, wenn man um 12 Uhr zur Arbeit kommt, die Kaffeemaschine anzustellen und einen Kaffee zu trinken, während man sich kurz austauscht, nachschaut ob Mittagessen gekocht werden muss, gemeinsam rätselt, aus welchem Land die Gäste kommen könnten, oder zusammen überlegt, ob man aufgrund der Nationalität irgendetwas beachtet werden muss, wenn wir für sie kochen. Wenn dann also gekocht war oder einfach niemand zum Bekochen da war, ging es daran, herauszufinden welche Schiffe im Hafen liegen. Kurzer Fact zwischendrin: Wusstet ihr, dass Brunsbüttel fünf Häfen hat, die wir besuchen, wenn Schiffe dort liegen? Wenn wir das also gecheckt haben, wurden erstmal Zeitungen gedruckt und zusammen mit den Süßigkeiten in Papiertüten gepackt. Nun standen wir schon vor der nächsten Herausforderung, denn wer fährt heute eigentlich den Bus, sodass wir zu den Schiffen kommen? Bei den Häfen angekommen geht es erstmal zum Fieber messen, zur Anmeldung, oder auch einfach nur durch das, mit einem PIN geschützte, Tor. Die Schiffsbesuche laufen jeden Tag anders ab, klar gibt es ein grobes Schema, wie die Frage wie lange das Schiff im Hafen liegen wird und die Nationalität der Crew, aber manchmal wird man dann doch spontan zu einem Kaffee und einem Stück Kuchen eingeladen. Kaffee trinken verbindet, baut Brücken – ermöglicht bei einer entspannten Atmosphäre ein paar Worte zu wechseln, sich auszutauschen, über die Familie, die Heimat oder auch die Arbeit. Bestellungen packen, Schokolade kaufen, Regale neu einräumen oder im Garten arbeiten, all das sind Aufgaben, die auch noch zur Seemannsmission gehören, man kann schließlich nichts verkaufe, dass man nicht besitzt. Also steht man eben auch mit um die 20 Kartons Schokolade an der Kasse, hält den ganzen Betrieb auf und versichert auch bei wiederholtem Nachfragen der Kassiererin, dass man die Schokolade nicht alleine isst.

Was habe ich also hier in diesen 6 Woche gelernt?

Alles Mögliche über die Schifffahrt im Allgemeinen, zum Beispiel was es eigentlich mit den Flaggen auf dem Schiff auf sich hat, wie die Arbeitsbedingungen an Bord aussehen und wie sehr sich diese auch unterscheiden. Aber hauptsächlich habe ich ganz viel über mich selbst lernen und auch über mich selbst hinauswachsen dürfen, denn wenn man dann mal allein auf einem Schiff steht, um das fehlende Geld einzusammeln, fordert das einen heraus. Ich durfte mir aber in jeder Situation sicher sein, dass ich immer nachfragen kann, sollte ich mir unsicher sein oder sollte irgendetwas Unvorhergesehenes passiert sein. Dieses Praktikum war wohl eine der prägendsten Erfahrungen, welche ich bisher machen durfte und irgendwie bin ich immer noch ein wenig dort oben, im Norden, auf den Schiffen und ganz besonders bei den Menschen, die ich kennenlernen durfte, aber jetzt ist dort Platz für jemand Neue und vielleicht hast du ja Lust eine ganz neue, spannende und vor allem abwechslungsreiche Arbeit kennenzulernen?!

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Drohnenaufnahmen: Fahrt der HUNGARY in Richtung Hamburger Hafen

Im folgenden YouTube-Clip erhalten Sie ein paar schöne Impressionen von der Brunsbütteler Schleuse und den Bauarbeiten für die 5. Schleusenkammer, der Mole 1,einem Leuchtturm, sowie dem Containerschiff HUNGARY, welches in Richtung Hamburger Hafen fährt. Viel Spaß beim Flug und falls Sie die Audio-Tour über die Brunsbütteler Schleuse noch nicht gehört haben, sei diese noch einmal herzlich empfohlen. Den Link zur Audio-Tour mit Knut Magnussen (Schleusenführer), Leon Meier (Seemannsdiakon und Stationsleiter der Seemannsmission Brunsbüttel) und Ulli Harraß (Interviewer) finden Sie unterm Video.

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Was Seeleute im Seemannsheim Krayenkamp kochen

Früher bestand die Tagesration eines portugiesischen Matrosen aus 500 Gramm Schiffszwieback, 1,5 Liter Wasser und einem halben Liter Wein am Tag. Pro Monat kamen drei Stockfische und ein halber Liter Olivenöl dazu. Vier Jahrhunderte später sieht der Speiseplan der Seeleute im Krayenkamp anders aus.

Tilapia afrikanischer Art

Tilapia ist ein Speisefisch aus der Familie der afrikanischen Buntbarsche (Victoriasee). Das zartrosa Fleisch ist leicht süßlich, mager und dank des hohen Anteils an hochwertigen Proteinen und Omega-3-Fettsäure für eine bewusste Ernährung geeignet. Der Buntbarsch wird in der Regel mit Tomaten, grüner Paprika und Zwiebeln geschmort. Zutaten sind Mangos, scharfe Paprika oder Matoke, ein Stampf aus Kochbananen.

Zutaten:
3-4 küchenfertige Tilapia, 3 mittelgroße Zwiebeln, 1 kg Tomaten, 3 grüne Paprika, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Fische waschen, mit einem Messer entschuppen, filetieren. Das Gemüse kurz anschwitzen und anschließend den Topf mit Wasser auffüllen. Den Fisch hineingeben. Die Brühe mit Salz und Pfeffer würzen und für 30-35 Min. kochen lassen.

Afrikanisches Fufu (Foufou-Foufou)

Zutaten:
1 große Zwiebel, 1 Chilischote, 500 g Rindfleisch, Salz, Pfeffer, 1 EL Rapsöl 1 ½ kg passierte Tomaten (Dose), 175 g Fufu-Mehl,150 g Kartoffelmehl, Milch
Zubereitung:
Zwiebel schälen. Chilischote längs halbieren, entkernen und waschen. Beides würfeln. Fleisch in Streifen oder Würfel schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebel- sowie Chiliwürfel mit dem Rindfleisch darin goldbraun braten. Die passierten Tomaten in der Pfanne kurz aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze köcheln lassen. 500 ml Wasser im Topf aufkochen und Fufupulver sowie Kartoffelmehl unter ständigen Rühren hinzufügen. Milch löffelweise unter das Fufu rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Brei sollte so trocken sein, dass er fast keine Flüssigkeit mehr hat und theoretisch mit den Fingern gegessen werden kann. Das fertige Fufu in Schüsseln füllen und die Tomaten-Fleischsauce darüber gießen.

Kawali (von den Philippinen, knusprig gebratener Schweinebauch.

Zutaten:
Schweinebauch ohne Knochen und ohne Haut in Hälften, 8 Zehen Knoblauch, 2 Lorbeerblätter,1 Esslöffel schwarze Pfefferkörner, ½ Tasse Sojasauce, Salz, Raps- oder Erdnussöl, Reis- oder Zuckerrohressig
Zubereitung:
Den Schweinebauch mit der Haut nach unten in einen großen Topf legen, Wasser hinzugeben, bis um das Fleisch bedeckt ist. Knoblauch, Lorbeer, Pfefferkörner und Sojasauce hinzu geben. Bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen bringen, dann die Hitze senken und wieder zum Kochen bringen. Abdecken und ca. 1 Stunde kochen, bis die Schweinehaut mit einem Messer ohne Widerstand durchstochen werden kann. Dann das Schweinefleisch auf einen Rost in einem Backblech legen. Würzen. Danach abkühlen lassen, bis die Haut vollständig getrocknet ist. Danach das Schweinefleisch in Scheiben schneiden und im Wok sieben bis zehn Minuten stark erhitzen, bis es gebräunt und die Haut knusprig ist. Das Schweinefleisch mit Essig zum Eintauchen servieren.

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„Vergesst sie nicht, die Seeleute!“

Agiert auch mal als "Lieferdienst" in Zeiten von Corona: Die Seemannsmission Brunsbüttel

Lesenswerte Gedanken zum Tag der Seeleute am 25.06.2021 von Georg Fries, einem Ehrenamtlichen der Seemannsmission Brunsbüttel, der selber zur See gefahren ist.

Schon seit zehn Jahren begehen wir ihn, den Tag der Seeleute, wie die IMO, eine Organisation der UNO ihn festgelegt hat. Und jedes Mal hatte der Gedenktag ein griffiges Motto: „Dank euch Seeleuten!“, „Auf See für Alle“, „Seeleute brachten mir...“ o. Ä.

Hat es den Seeleuten etwas gebracht? Schwer zu sagen? Aber starke Gewerkschaften oder verantwortungsbewusste Reeder können wohl eher den Schiffsbesatzungen das Leben erleichtern als gutgemeinte Wahlsprüche.

Und wir, was können wir tun, um die Seeleute zu unterstützen? Zuerst einmal sie wirklich „im Blick“ haben. Das ist gar nicht so schwer für uns KüstenbewohnerInnen. Wir haben sie im Blick, wenn sie zum Beispiel auf dem Strom in dicken Bulkern Kupfererz zum Elbehafen oder Eisenerz nach Hamburg bringen, wenn sie unsere Gartenstühle in bunten Containern aus China bringen oder in weißen die Bananen und Avocados aus Südamerika. Denken wir an die Seeleute, wenn wir sehen, wie sie mit ihren Schiffen unseren Kunstdünger aus Ostermoor holen und nach Kanada bringen oder auch das Bitumen nach Antwerpen? Seeleute helfen mit ihren Schleppern den Frachtern in unsere Schleusen und uns mit den Fähren von der Nord- zur Südseite und umgekehrt.

Seeleute, fast überall sind sie, wenn auch nicht überall sichtbar und auch nicht nur „zwischen Hamburg und Tahiti“. Auch nicht alle haben eine andere Hautfarbe als wir und sprechen eine Sprache, die wir nicht verstehen: Aber gerade diese letztere, wenn Seeleute denn, selten genug, einmal an Land gehen dürfen, könne sie willkommen heißen. Das geht ganz einfach mit einem Gruß, einem Lächeln. Dafür können sie „sich nix kaufen“. Aber es tut ihnen gut, passiert ihnen selten genug.

Vergesst sie nicht, die Seeleute!

Grußwort zum Tag der Seeleute 2021 von Seemannsdiakon Leon Meier »
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35. Geburtstag Seemannsclub DUCKDALBEN – dieses Jahr wurde geimpft statt gefeiert

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Von Dr. Hergen H. Riedel

Der international seamens´s club DUCKDALBEN der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg e.V. in Waltershof feierte am Freitag, den 13. August 2021, sein 35-jähriges Bestehen – ohne Geburtstagsfest – wie schon im vergangenen, corona-belasteten Jahr. Jan Oltmanns, Gründer des DUCKDALBENs: „Der Geburtstag ist immer eine gute Gelegenheit, unseren Kurs vorzustellen: Wir helfen Seeleuten – auch und gerade in Zeiten der Pandemie. Deshalb heißt es bei uns dieses Jahr: Es wird geimpft statt gefeiert.“

Die Seemannsmission hatte früh gefordert, Seeleuten, die in den Hamburger Hafen kommen, ein Impfangebot zu machen. Anke Wibel leitet seit 1995 mit Jan Oltmanns den DUCKDALBEN: „Wir sind nicht nur stolz, dass wir eine der ersten aufsuchenden Impfaktionen durchführen. Wir sind auch stolz darauf, dass sich eine Allianz gefunden hat. Im Hafen klappt es – dank der Zusammenarbeit mit der Hamburger Wirtschaftsbehörde und Senator Michael Westhagemann, dem hafenärztlichen Dienst, dem Verband der Reeder und dem Verband der Schiffsmakler. Alle sind maßgeblich daran beteiligt, dass Seeleute im Club geimpft werden, und das auch am Wochenende“.

Als einer der ersten Häfen weltweit bietet Hamburg Crews eine kostenfreie Schutzimpfung gegen Covid-19, unabhängig von der Nationalität. Ende Juni startete diese Impfkampagne. Über 1.500 Seeleute von Handels- und Kreuzfahrtschiffen haben bisher den „positiven Piks bekommen, der ihnen ermöglicht, sich sicherer zu fühlen, in manchen Häfen das Schiff verlassen zu dürfen und überhaupt wieder zurück nach Hause zu kommen“, sagt Anke Wibel. Die Impfaktion für die Crews hilft nicht nur, die globalen Lieferketten zu stabilisieren und Todesfälle durch Covid-19 an Bord zu vermeiden. Sie ist meist oft auch die einzige Chance für die Seeleute, ihre Familien wiederzusehen.

Die Impfaktion wird fortgesetzt. Mitarbeitende „Duckies“ werben bei Bordbesuchen auf den Schiffen für die Aktion. „Um die Impfung nicht zu gefährden – auch am Geburtstags-Samstag verwandelt sich der Club in ein Impfzentrum – verzichten wir dieses Jahr auf die Party. Wir holen sie nach, wenn die Pandemie besiegt ist“, sagt Jan Oltmanns.

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WISTA-Auszeichnung „Persönlichkeit des Jahres 2021“ geht an Anke Wibel, Leiterin DUCKDALBEN

Anke Wibel

Anke Wibel (links im Bild), Co-Leiterin des international seamen´s club DUCKDALBEN in Hamburg, erhielt den diesjährigen Preis „Personality Of The Year“ der Women's International Shipping & Trading Association (WISTA). Sie würdigt mit dem „Poty“ ihre „incredible energy“, so Annette Suhrbier, Direktorin Peter Döhle Group und WISTA-Laudatorin: „There is hardly any other person that deserves the award more“. Verliehen wurde der Preis im Rahmen der Leitmesse der maritimen Wirtschaft SMM. Sie fand angesichts der Pandemie digital statt – bis auf Ausnahmen: Anke Wibel erhielt Preis und Blumen analog. Und auch die Laudatio erreichte sie von Angesicht zu Angesicht: „My heart beats for the Duckdalben“, bekannte Suhrbier. Anke sei „the face“ einer Institution, dank der die Seeleute „feel connected with their homeland“. „commitment and dedication“ das „makes you, Anke, so unique“. Ihr Wirken sei geprägt von einer „empathy regardless of skin color, religion or nationality“. Derzeit müssen sich der Club und Anke einer besonderen „challenge“ stellen: Corona führe zu drastischer finanzieller Not des Clubs. Gebraucht werden Sponsoren, die dem Club und damit den Seeleuten zur Seite stehen.

Vom Hamburger Senat bekam Anke Wibel vor einiger Zeit – als erste Frau – den Portugaleser, eine der höchsten Auszeichnungen der Hansestadt. Suhrbier: „more is almost impossible.“ Wie beim „Portugaleser“ dankte Anke Wiebel auch beim „Poty“ den „employees and volunteers“ im Club. Ohne sie sei die Arbeit im Club nicht möglich: „Seamen's mission impossible!“ In ihrer Rede zeigte Anke Wibel, was die Laudatio nur skizzieren konnte: Persönliche Empathie und globale Sicht. Seeleute machen Welthandel und Globalisierung erst möglich. Sie sind "key workers“. Doch nur wenige an Land könnten sich vorstellen, wie es mit der „human soul on board“ bestellt sei. In der Corona-Zeit müssen viele auf dem Schiff ausharren, oft über Monate und die Vertragslaufzeit hinaus. Seeleute seien „prisoners of their own ship“. Sie haben ihre Familie über Monate nicht gesehen und tragen eine Last, die sie erdrücke. Ein Ausweg sei, Seeleuten eine Chance zur Impfung zu geben – und für schnellere Crewwechsel zu sorgen.

Die SMM DIGITAL wurde Anfang Februar 2021 von Hamburg aus übertragen. Über 7.000 Zuschauer/Innen aus 80 Ländern verfolgten die Konferenzen, Interviews und Präsentationen mit mehr als 160 Branchenexperten. Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte als Schirmherrin per Video: „Gerade in der Krise gilt, es den Blick nach vorne zu richten, sich auf eigene Stärken zu besinnen und Innovationen voranzutreiben. Genau dafür steht die SMM als maritime Weltleitmesse – digital wie analog.“ WISTA ist ein weltweites Netzwerk von Frauen in der Schifffahrtsbranche. 1981 fand die erste Konferenz der „Damen in Shipping“ in Hamburg statt. Heute hat WISTA Germany über 140 Mitglieder aus der maritimen Wirtschaft, Reedereien, Werften, Charterer, Makler, Banken, Versicherung, Klassifikation, Hafenbehörden, Forschung, Politik. Der „Poty“ geht an Frauen, die durch überragende Leistung, Engagement und Wissen Vorbilder sind in der maritimen Industrie. WISTA steuert dabei den Kurs, „dass geschlechtsspezifische Vielfalt der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft für die Schifffahrtsbranche ist.“

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Kinder erzählen die Weihnachtsgeschichte

Es ist berührend, wenn Kinder die Weihnachtsgeschichte aufführen. Kinder aus Brunsbüttel haben sich sehr darauf gefreut, die frohe Botschaft für die Seemannsmission vorzutragen. Ein Dankeschön für alle Freunde und Unterstützer.

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Radiotipp: NDR 1 Welle Nord sendet die Weihnachtsgeschichte am 24.12. um 16.15 Uhr.

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Crew der M/T Stanford

Wir haben beide das Leben an Bord kennengelernt im weiten Pazifik. Drum wissen wir, wie nötig es ist, 'mal kurz an Land ausspannen zu können', einmal mit jemand anderem zu 'schnacken'. Und so helfen wir gerne in der Mission aus.

Hilvie und Georg Fries

Ehrenamtliche